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Familienrat

am 27. März 2012 halten wir ein Seminar zum Thema "Verwandtschaftsrat / Familinenrat" in der GEW Berlin.

Im Rahmen der Fachveranstaltung soll die Methode, ausgehend von den praktischen Erfahrungen in- und ausländischer Experten/innen, detailliert vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden. Das Projekt und dessen Methode wird anschaulich verdeutlicht und wir möchten Sie recht herzlich zum Erfahrungsaustausch einladen.

Wer die Veranstaltung gern besuchen möchte, kann sich hier einen Platz sichern:
Event-Anmeldung
weitere Informationen zur GEW Berlin

am 07. Mai 2012 halten wir ein Seminar zum Thema "Familienrat in der Schule" in der SFBB.

Im Rahmen der Evaluation wurde deutlich, das bei den ca. 80 durchgeführten Familienräten häufig die Schule Anlass zur Sorge bot, diese aber nicht beteiligt war. Daraus ergab sich, dass die entwickelten Lösungspläne die Schulprobleme nicht berücksichtigten.
Mit dieser Fortbildung wird das Verfahren anhand von Fallbeispielen aus der Praxis vorgestellt, wir berichten von Erfahrungen des Projekts Familienrat in der Schule.

Wer die Veranstaltung gern besuchen möchte, kann sich hier einen Platz sichern:
Hinweise zur Anmeldung und Anmeldeformular
weitere Informationen zur Sozialpädagogischen Fortbildungsstätte Berlin-Brandenburg

Warum einen Familienrat?

Jede Familie hat hin und wieder Probleme und wünscht sich in schwierigen Zeiten die Hilfe Anderer. Sei es von Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten. Man bespricht sich miteinander und macht vielleicht einen gemeinsamen Plan, wie man Probleme lösen könnte.

Eine solche Möglichkeit ist auch der Familienrat!

In diesem Verfahren geht es darum, dass die Familie gemeinsam mit Verwandten, Freunden und Leuten aus der Lebenswelt zusammenkommen und Ideen für die Lösungen ihrer Probleme entwickeln.

Die Idee des Verfahren ist, dass es besser ist, wenn die Beteiligten selber Problemlösungen finden. Schließlich wissen die Familien, ihre Verwandten, Freunde oder Bekannten am Besten, was sie gut können und was bei ihnen gut funktioniert.

Die Beteiligten entwickeln gemeinsam einen Plan der für alle Sicherheit bietet und für den alle Beteiligten die Verantwortung übernehmen können.

Einige Erkenntnisse des Projekts

Bis 12/2009 wurden im Jugendamt Mitte 80 FR durchgeführt. In 28 ausgewerteten Fällen gab es durchschnittlich 12 TeilnehmerInnen, davon 67% aus der lebenswelt und 33 % aus den verschiedenen Systemen. Bei 93,1% aller Familienräte konnte mit Hilfe eines wirksamen Plans geholfen werden.

Wer nimmt an einem Familienrat teil?

Die Familie, Freunde, Nachbarn, Bekannte, LehrerInnen, ErzieherInnen uvm. können am Familienrat teilnehmen.
Die Familie bestimmt, wer letztendlich dabei sein soll.

Wer organisiert den Familienrat und wo findet er statt?

Ein/eine Koordinator/in nimmt Kontakt zu der Familie auf. Er/sie bespricht mit der Familie wer am Familienrat teilnehmen soll. Er/sie lädt nach einem Vorgespräch mit den Beteiligten, alle benannten Personen ein, nachdem mit der Familie geklärt wurde, an welchem Ort und an welchem Tag das Treffen stattfinden soll.

Was passiert bei einem Familienrat?

  • 1. Begrüßung und Information

    der/die Koordinator/in begrüßt alle TeilnehmerInnen. Der/die Sozialarbeiter/in trägt ihre Sorge die sie in Bezug auf die Familie hat. Die Fachleute können befragt werden.
  • 2. Private Zeit der Familie

    Nachdem alle grundsätzlichen Fragen, Gesprächsregeln usw. geklärt sind, verlassen der/die Koordinator/in und die Fachleute den Raum. Das Ziel des Familienrat ist, dass die Familie mit den Beteiligten einen Plan erarbeiten, wie sie das Problem am besten lösen können und wer sie dabei unterstützen kann.
  • 3. Der Plan

    Wird von der Familie und den Beteiligten entwickelt und aufgeschrieben und dem/der Sozialarbeiter/in vorgestellt. Diese akzeptieren den Plan, der/die Koordinator/in klärt wann und mit wem eine Überprüfung stattfinden soll und sorgt dafür, dass alle eine Kopie des Planes erhalten.
Familienrat - Verwandt schafft Rat.